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München – 1. Dezember 2011

Endspurt im Weihnachtsgeschäft – Jeder Vertriebskanal zählt.

Die Multi-Channel-Studie des E-Commerce-Center Handel in Zusammenarbeit mit hybris zeigt produktgruppenspezifische Unterschiede beim Kaufverhalten von Konsumenten. Insbesondere im Weihnachtsgeschäft müssen Händler die Kunden über verschiedene Kanäle bedienen.

Konsumenten denken nicht in einzelnen Vertriebskanälen. Dass sie aber je nach angestrebten Produkt ein unterschiedliches Kauf verhalten an den Tag legen und unterschiedliche Kanäle nutzen, zeigt die aktuelle Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des ECC Handel in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH. Vor Käufen in stationären Geschäftsstellen insbesondere bei Produkten aus den Bereichen Sport und Unterhaltungselektronik holen etwa 40 Prozent der Konsumenten zuvor Informationen in Online-Shops ein, während dies bei Modeartikeln nur in knapp 15 Prozent der Fälle geschieht.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie sich unterschiedliche Vertriebskanäle gegenseitig beeinflussen. Über 1.000 Internetnutzer und weitere 500 Smartphonenutzer wurden hierfür zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und im Katalog befragt.

Wann Konsumenten welchen Kanal zur Information nutzen und wo der Kauf letztlich getätigt wird, hängt demnach auch maßgeblich von dem angestrebten Produkt ab. „Die Studie zeigt, dass sich vor allem Käufer von Consumer Electronics oder Sportartikeln vor dem Kauf im stationären Ladengeschäft umfassend im Internet informieren. Im Weihnachtsgeschäft ist es deshalb von großer Bedeutung, die Kaufimpulse auch online zu setzen“, erklärt Andreas Duscha, Bereichsleiter des ECC Handel. „Im Bereich Mode beispielsweise sieht das anders aus. Hier schaffen es die Versandhandelskanäle deutlich weniger Impulse für den stationären Handel und umgekehrt zu setzen.“

Anders gestaltet sich das Bild, wird die Kaufanbahnung innerhalb eines Anbieters betrachtet. Hier schaffen es vor allem die Mode- und Sportartikelfirmen, die Konsumenten kanalübergreifend zu binden. Rund ein Drittel des Online-Mode-Shoppings ist auf Impulse aus dem eigenen Print-Katalog zurückzuführen. Stationäre Läden gewinnen Konsumenten hingegen durch Impulse des eigenen Online-Shops vor allem im Bereich Freizeit und Hobby.

„Für viele Branchen ist Weihnachten die umsatzstärkste Zeit im Jahr“, erklärt Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei hybris. „Um dieses Jahr und auch in Zukunft den gewünschten Umsatz im Weihnachtsgeschäft zu erzielen, müssen Händler und Markenhersteller verstärkt auf den verschiedenen Kanälen präsent sein und die Konsumenten konsistent informieren – d.h. sowohl on- als auch offline. Denn im Zeitalter von Shopping 3.0 haben die Kunden sich die Kompetenz angeeignet, über die verschiedensten Kanäle das richtige Produkt zum optimalen Preis zu finden. Professionelles Multichanneling bringt damit den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung.“

 

Informationen über die Studie
Die Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel - Konsumentenverhalten im Wandel“ in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH stellt die Neuauflage und somit sechste Studie des ECC Handel über das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten dar. Die Untersuchung bezieht sich auf Umsatzgrößen, welche auf Basis einer Nachkaufbefragung erhoben wurden. Hierfür wurden im Januar 2011 insgesamt 1007 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt. Die Stichprobe wurde hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung und Nettoeinkommen repräsentativ quotiert. Zusätzlich wurde eine Referenzgruppe von 500 Smartphone-Nutzern unter 30 Jahre befragt, um die verstärkte Nutzung des mobilen Internets und dessen (zukünftige) Wirkung auf die Vertriebskanäle zu untersuchen.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit der Studie finden Sie unter:
http://www.ecc-handel.de/von_multi-channel_zu_cross-channel_-.php

Informationen über das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)
Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce fundiert und neutral zu informieren. Individuelle Fragen zum E-Commerce von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen beantwortet das ECC Handel im Rahmen von Auftragsprojekten. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel zudem in eigenen Studien untersucht. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für spezifische Projekte gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) als Branchenkompetenzzentrum mit Themenfokus Handel eingebunden.
Ausführliche Informationen finden Sie unter: www.ecc-handel.de

Informationen über die IfH Institut für Handelsforschung GmbH
Die IfH Institut für Handelsforschung GmbH (IFH Köln) ist ein Forschungs- und Beratungs-unternehmen mit empirisch basierten Businesslösungen für den Off- und Online-Handel. Groß- und Einzelhandel, zuliefernde Hersteller sowie dazugehörige Organisationen und Dienstleister vertrauen auf die jahrzehntelange Expertise und die individuelle Marktstellung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Unabhängigkeit und fundierte Methodik resultieren aus der historischen Verbindung mit dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (seit 1929). Hohe Mitarbeiterqualifizierung und die Kompetenz als Insider des Handels machen die IfH Institut für Handelsforschung GmbH zum kompetenten Ansprechpartner für Fragen rund um den Handel.
Weitere Informationen unter www.ifhkoeln.de